RFS-ALVIV
RFS-Titel
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Scl-Titel
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Ute Fischer und Bernhard Siegmund

Schottland + Insel Skye
Neuerscheinung 2019

... auf den Fährten von Harry Potter, James Bond, Theodor Fontane, Bonnie Prince Charlie

Das erste Mal Schottland – wenn man nicht aufpasst, verliert man sich in den unendlichen Weiten der Highlands im Norden, hauptsächlich viel Landschaft, gar nicht mal so viele Schafe, sehr wenig Menschen und Tankstellen nur selten.
Wir waren neun plus Reiseleiter und einem pfiffigen Coachdriver, der uns durch markante und unterschiedliche Landschaften begleitete.  Mit einem kompakten Plan. Nach nur acht Tagen kehrten wir zurück mit lebhaften Geschichten, Gefühlen und Bildern, die von einem Schottland aus rauer Zeit bis zum Heute erzählen.  Wir durchfuhren die Grampians, diese brutale Bergkette,  an deren Fuß das weiße Blair Castle liegt wie ein verwunschenes Märchenschloss. Wir erblickten die Lieblingsaussicht von Queen Viktoria, das Tal Glencou, in dem James Bonds Geburtshaus Skyfall zumindest im Film im Licht von Taschenlampen flimmerte, die Wasserstraße Caledonia Canal, die mit Schleusen und Brücken die Nordsee mit dem Atlantik verbindet. 
Etliche Burgen, unter anderem Eilean Donan Castle, erkannten wir als Kulissen in Highlander-Filmen.  Hier tobten die Unabhängigkeitskriege der Clans. Hier wurde gemetzelt. Hier wurden wahre Gelage mit Haggis gefeiert, diesem leckeren Knubbel aus Lamminnereien. Die Insel Skye im Westen, zu den Inneren Hebriden gehörend, gilt als  eigener Kontinent, der die ganze Typik Schottlands auf der Fläche von Berlin abdeckt.  Drei Tage waren wir dort.  An vielen Orten versteckt sich schauriges Gedenken an die Flucht des legendären Bonnie Prince Charlie in Frauenkleidern an der Seite von Flora McDonald.  Schließlich Happyend in Edinburgh, die kleine Hauptstadt am Rande Europas.  Auch hier wimmeln Geschichten zwischen Grassmarket und Edinburgh Castle und die Royal Mile hinunter zum Holyrood Palace, wo die Queen jedes Jahr ein paar Wochen residiert. 

Im Hinterzimmer des Café „The Old Elephant“ schrieb Joan Rowlings  an den Erlebnissen von Harry Potter.  Inspirationen und Namen ihrer Protagonisten sammelte sie auf dem Kirchhof des National Covenant ein.  Theodor Fontane reiste vor 173 Jahren nicht so komfortabel; teilweise urteilte er als Journalist ziemlich knütterig und überaus kritisch. Aber viele seiner Reisebeschreibungen bleiben auch in diesem Buch lebendig.